Mit Facebook Places betritt ein weiterer Player die Bühne der Geo-Location-Login-Dienste. Nach dem in letzter Zeit vor allem Foursquare für Aufsehen gesorgt hat, wird es spannend sein zu beobachten, wie sich Facebook Places entwicklen wird. (Die Grafik ist klickbar und dann auch höher aufgelöst zu betrachten).
Sehr gute Präsentation darüber, wie sich die Medien- und Kommunikationswelt ändert. Wer immer noch nicht verstanden hat, wie radikal die Änderungen sind, dem seien die 55 Folien sehr an’s Herz gelegt. Schönes Zitat:
We are all publishers, but we are not editors.
By the way: Die Präse stammt von frog design, der von Hartmut Esslinger gegründeten Design-Firma, die die frühen Jahre von Apple entscheidend geprägt hat.
Interessante, aktuelle Zahlen aus Großbritannien: 85% der Einwohner in UK sind online. 64% verfügen über ein Profil in einem sozialen Netzwerk. 90% von ihnen vertrauen den Empfehlungen von Menschen, die sie kennen. Längst haben Marketing-Abteilungen von Unternehmen die immensen Möglichkeiten erkannt, Konsumenten hierüber authentisch und direkt im Dialog zu erreichen:
Immer noch die beste Präsentation über Social Media, die jemals fabriziert wurde. Seit ich den Vorgänger gesehen habe, bemühe ich mich erst gar nicht selbst eine Präsentation zu diesem Thema zu machen und zeige lieber das hier.
Auf dem Münchner Twittwoch hat Jesko Arlt von Namics ein interessantes Verfahren für die Identifizierung von Zielgruppen vorgestellt. Wir kennen alle die traditionellen, auf soziologischen Daten basierenden Ansätze (Boltes Bevölkerungs-Zwiebel) genau so gut, wie die raffinierteren, mit psychologischen Daten angereicherten Segmentierungen, wie etwa Schulzes Erlebnismilieus oder Durkheims Sinus-Milieus. Vielleicht sogar das Persona-Konzept. Aber das auf der Gehirnforschung (Neuronen) basierende Approach-Modell und die Limbic Map (Limbische Karte) waren zumindest mir weitgehend neu:
Wozu werden PR-Informationen exklusiv Journalisten vorbehalten, obwohl im Verhältnis immer weniger von ihnen für eine herkömmliche Verbreitung sorgen?
Mit aufwändig produzierten Informationspaketen arbeiten Pressestellen der Unternehmen für die Versorgung von Journalisten. Von innen betrachtet ist das alles oft mit viel Einsatz erstellt, taktisch auf den Punkt geplant herausgegeben – zur Ankündigung der Produkte, für die Unterstützung der Marke oder an saisonalen Höhepunkten. Und von außen, aus Sicht der Redakteure, ist es dann doch wie ein Dauer-Platzregen an Informationen.
Es herrscht eine quantitative Schieflage zwischen der wachsenden Menge professionell bereitgestellter Inhalte, die über Marken, Produkte und Unternehmen informieren, und zusammengenommen den Kapazitäten derjenigen, die News und Stories klassisch-redaktionell verarbeiten bzw. entwickeln. Doch der Nachrichtenfluss ist mitunter einseitig. Auf etlichen Unternehmens-Presseseiten ist ein Zugriff auf Informationen nur nach vorheriger Anmeldung möglich – Profi-Infos nur für Profi-Multiplikatoren. Doch Presseseiten, besonders solche restriktiv gehandhabten, bieten oft nur einen schwer nachvollziehbaren Mehrwert, allenfalls für jene, die professionell für Print- oder Online-Publikationen schreiben.
Mittlerweile herrscht jenseits der redaktionellen Verarbeitungskette eine neue Situation angesichts der vielfältigen Informationsflüsse, mobiler Überall-Versorgung und der Empfehlungskultur durch Social Media.
Dabei ist es weniger Ignoranz oder Mauer-Taktik, warum diverse Kommunikationsabteilungen an Zugangsbeschränkungen festhalten. Vielmehr liegt der Eindruck einer Hilflosigkeit nahe, bloß nicht “mit Bloggern, Video- und Webcastern, eben den Internet-Typen” konfrontiert zu werden. Schließlich kann hier nicht mit den bekannten Methoden taktiert werden, anders als im Umgang mit Fach- und Publikums-Journalisten, welche mehr oder weniger absichtsvoll versorgt werden.
Hingegen machen die unfassbaren Digital Natives, interessierte Zielgruppen im Social Web, (soweit möglich) was sie wollen: recherchieren Infos, tragen diese mit Erlebtem und Aufgenommenem zusammen, veröffentlichen Blog-Postings, verweisen und verlinken auf relevante Beiträge, twittern darüber in Echtzeit und machen die Infos mittels Hashtag wieder auffindbar.
Ist diese Informationskette so andersartig als das übliche Zusammenspiel zwischen Public Relations und journalistischer Berichterstattung? Was bedeutet eine Öffnung von professionellen Informationsseiten für die angeblich so schwer zu fassenden Zielgruppen im Social Web? Bedeutet das nicht einen großen, richtigen Schritt in Richtung zeitgemäßer PR 2.0?
Martin Goldmann von RedGO.tv spricht sich in diesem Zusammenhang für eine umfassende Öffnung von Presseseiten aus:
Einen umfassenden Abriss des jungen und dabei kometenhaften Aufstiegs von Twitter zur bedeutendsten Microblogging-Infrastruktur im Web bietet die folgende, aktuelle Infografik:
Über die Bedeutung und einen erfolgreichen globalen Einsatz neuer Kommunikation im Enterprise 2.0 haben wir mit Diane M. Bryant, Vice President & Chief Information Officer (CIO) bei Intel, gesprochen.
Für bestmöglichen Austausch und Zusammenarbeit mit Kunden, Partnern und Mitarbeitern habe Social Media eine unglaublich wichtige Bedeutung, so die Verantwortliche für Informationstechnologie im gesamten Unternehmen. In ihrem Verantwortungsbereich würden unter anderem Community-Angebote für eine enge Kollaboration zwischen den IT-Spezialisten betrieben. Intern schreibe Diane für ein eigenes Blog. Die zahlreichen externen Intel Blogs ergänzen dieses Angebot. Für die persönlich genutzten Kommunikationskanäle, bei Auswahl und Bedienung gleichermaßen, spiele ihre zeitliche Kapazität eine wichtige Rolle. Twitter nutze sie derzeit nicht.
Studie: Die meisten User Sozialer Netzwerke (zumindest in den USA) glauben, dass es ihr Beziehungsleben alles in allem verbessern wird. 15 Prozent glauben das Gegenteil.