Eine interessante Panel-Diskussion von der Social Media Week Berlin. Ach ja, moderiert hat meine Wenigkeit. :-)

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Das erste deutsche Mediencamp in München bildete den Auftakt unserer Aktivitäten für eine bessere Welt rund um den Print-to-Online-Shift.

Zum Thema Social Media, kommende Aktivitäten von Becker/Joerges und die Zukunft von webcific hat uns Tom Siegmund (@isartom), Podcaster und Redakteur von geekme.de im Rahmen des mobiledevcamp Munich 2009 bei Intel Deutschland in München vor kurzem interviewt:

- Quelle: YouTube

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We wish you a Merry Christmas and Happy New Year!

webcific wünscht Frohe Weihnachten

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Das Zeitalter der Echtzeitkommunikation hat begonnen. Social Media Marketing wird, strategisch geplant und thematisch gesteuert, die Außendarstellung von Unternehmen und deren Repräsentanten, Marken und Produkten nachhaltig bestimmen.

Binnen kürzester Zeiträume können öffentliche Wahrnehmungen über die unterschiedlichsten Themenfelder und Produkte rapide wachsen – oder unvermutet bei kritischen Anlässen, die über herkömmliche Wege kontrolliert scheinen, kippen.

Besonders gefragt sind neue Formen inhaltlicher Aufbereitung von Themen, eine mitunter veränderte emotionale Ansprache und die Nutzung der technischen Möglichkeiten und Plattformen, auf denen sich die Nutzer oft ganz selbstverständlich bewegen.

Auf diese Weise wird der Aspekt, dass klassische Medien, wie Zeitungen, Zeitschriften und sogar das Fernsehen zunehmend an Bedeutung verlieren, eingegrenzt und kann bei zielgerichteter Fokussierung zwar nicht ausgeblendet, aber doch reduziert werden.

In welchem Ausmaß Social Media gegenwärtig genutzt wird, welche Wirkung die unzähligen Dialoge, Interaktionen, Empfehlungen zwischen den Web-Nutzern sozialer Netzwerke, allein rund 402 Millionen in Europa, auf die Industrie, auf Marken haben, illustriert das folgende Video:

- Quelle: YouTube

Über den Vergleich der Ergebnisse aus bisheriger und neuer Social Media Marketing Vorgehensweise gibt es bereits eine passende Illustration von Radar DBB UK:

Social Media Brandcape- Quelle: Flickr

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Social Media contra Print

by rjoerges on 16. Dezember 2009

Wie Social Media den Print-Magazinen zusetzt. Ein Beweis – wie die Überschrift der Infografik suggeriert – ist das sicherlich nicht. Aber die Zahlen sind frappierend:

Proof That Social Media is Killing Print Magazines

- Infographic by CartridgeSAVE.co.uk

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Social Media Plattformen bieten – richtig ausgewählt, angewendet und ausgewertet – ideale Kommunikationswerkzeuge.

- Beispiel Blogs: Neben dem Einsatz als Informationsquelle können sie ideal genutzt werden, um rechtzeitig und passend für das eigene Unternehmen oder Projekt Themenfelder besetzen zu können. Die Möglichkeiten, um im Social Web selbst Themen bestimmend zu sein und gleichzeitig selbst am Puls der Zeit zu bleiben, sind beinahe unerschöpflich.

Gleichzeitig eignen sich zahlreiche Web 2.0 Tools, die dem Blog regelrecht zuarbeiten, wie Twitter, Google Reader und Facebook, auch als Frühwarndienste, um mögliche Risiken und Gefahren zu erkennen, die vom Wettbewerb, in der Industrie-Branche oder seitens der Gesamtwirtschaft ausgehen. Auf diese Weise kann mit gezielter Taktik und passenden Maßnahmen Schaden rechtzeitig abgewendet oder zumindest bei früher Erkennung reaktiv eingedämmt werden.

In gewohnt pointierter Art hat Adam Ostrow von Mashable jetzt in einem – gesponsorten – Video zusammengefasst, was beim Social Media Trendsetting per Blog wirklich wichtig ist:

- Quelle: Mashable via YouTube

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Müssen wir überhaupt im Web 2.0 präsent sein? Und wenn wir einsteigen: Was bringt Social Media für unsere Kommunikation?
- Diese und weitergehende Fragen werden momentan häufig gestellt, wenn Digital Natives und Fachleute, die in Unternehmen für Kommunikation verantwortlich sind, über Möglichkeiten und Bedingungen, Ziele und Umsetzung von Social Media sprechen.

Der Fokus von Web 2.0 Kommunikation wird sich weniger darauf richten, ob, sondern vielmehr wie, in welcher Intensität und mit welcher – unbedingten – Nachhaltigkeit digitale Kommunikation etabliert, umgesetzt und dauerhaft gelebt wird.

Sicher, eine derartig grundlegende Entscheidung bedeutet, Ressourcen-intensive Aktionsbereiche einzuplanen, besonders dann, wenn sie konsequent aufgebaut und nachhaltig betrieben werden sollen, mit anderen Worten: von Dauer – und mit erforderlicher Leidenschaft.

Quelle: Socialnomics.net

Eine interessante Betrachtung über die Grenzen und Machbarkeit von ROI-Messung im Social Web Bereich stammt von Olivier Blanchard. Darin hebt Werber-Ikone Alex Bogusky den neuen Spielraum und die veränderten Bedingungen hervor:

You can’t buy attention anymore. Having a huge budget doesn’t mean anything in social media…The old media paradigm was PAY to play. Now you get back what you authentically put in. You’ve got to be willing to PLAY to play.

Olivier Blanchard Basics Of Social Media Roi

Die Kommunikationsstrategin Shannon Paul beantwortet die Frage nach der Erfolgsquote so: “Social media has the potential to generate a valuable first impression, but it may not ever generate a final click.” Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, diejenigen ihrer zusammengestellten Aspekte zu betrachten, welche in einer Studie des Microsoft Advertising Institute vorgestellt wurden:

  1. Question how online conversion is being calculated and whether it’s a final click metric. If so, recommend an alternative view to accompany final click metrics based on engagement and look for correlations between the data.
  2. Don’t be so quick to abandon outreach efforts that appear to be underperforming based on a final click model.
  3. Track engagement on your site from referring sites. Drill down time on site and number of page views by each referring blog, community or social network.
  4. Examine the number of return visits generated by social networks.
  5. Examine the bounce rate from visits referred by social networks.
  6. Look for trends between mentions, sentiment and conversion that attempt to identify the real time it takes most customers to complete the sales cycle.

Ebenfalls empfehlenswert:

socialmediaROIframework

- Edit / Update, 17. Dezember 2009:

Den erwähnten Social Media ROI Framework-Ansatz von Don Bartholomew, betrachtet Florian Ranner in seinem Grenzpfosten Blog genauer:

Das Framework orientiert sich weniger an den Einzeldisziplinen der Kommunikation: Da man bei Social Media kaum noch zwischen den Einzeldisziplinen wie CRM, Marketing und PR unterscheiden kann (die finden alle soz. auf der selben Bühne statt), muss man auch bei der Erfolgsmessung einen vollintegrierten Ansatz fahren.

In einer Messung im professionellen Bereich liegen demnach Vorteile, sofern das entwickelte System zunächst entsprechend individuell angepasst und im Einsatz Überschneidungen betreffender Disziplinen berücksichtigt würden:

Es wird nachvollziehbar, welche Formen der Kommunikation auf welche Bereiche einzahlen, es wird sichtbar, wo die Stärken und Schwächen im System liegen (und) die Zuordnung von Budgets fällt deutlich leichter.

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Medienwettlauf um den Leser 2.0 ist gestartet

by iblicker on 14. November 2009

Die Fronten scheinen aufzuweichen, mitunter sogar bei traditionsreichen Verlagen, die Leitmedien anbieten. Momentan werden komplette Portale für die Schlacht um den Leser 2.0 umgebaut: Bild, Spiegel, Welt sind bereits mit einem kräftigen Social Media-Anstrich versehen. Und Twitter nutzen sowieso fast alle – in unterschiedlicher Ausprägung und differenziertem Verständnis, siehe  Schlagzeilen-Verbreitung per automatischem Bot entgegen einem inhaltlich geprägten Blog-/Dialog-Angebot, wie dem der Rhein-Zeitung.

Dabei haben zuletzt ausgerechnet zwei organisiert aufgestellte Web Nachrichten-Angebote die Segel gestrichen – wenn auch vielleicht nicht ganz unerwartet:  Unter die Räder kam der ambionierte zoomer, immerhin gepusht durch Unterstützung von Ulrich Wickert, eines Granden des deutschen Journalismus, der immerhin selbst eine Art Weblog 1.0 hat. Zuletzt kam das Aus für die – redaktionell gestalteten Anteile der – Netzeitung. Doch womögliche Alternativen im Grenzfeld zwischen Print und Web nehmen bereits die – überraschend leeren – Startplätze im künftigen Rennen um Leserschaften, Reichweiten ein. Unter den frischen Debütanten ist Niiu, die weltweit erste personalisierte Tageszeitung, die ab kommenden Montag ausgeliefert wird. Individualisierung und Personalisierung von Medienangeboten bringen die Komponente lokaler Informationen durchaus wieder ins Spiel. Dem gegenüber stehen Entscheidungen, wie die von Bild, ihre noch recht jungen Angebote redaktioneller Regionalberichterstattung wieder zusammenzustreichen.

Inzwischen werden deutsche Verlagsmanager auch auf großer Bühne mit längst herrschenden Realitäten konfrontiert: Zuletzt live und in Farbe durch Arianna Huffington auf dem Monaco Media Forum sowie durch den renommierten amerikanischen Journalistikprofessor Jeff Jarvis, der im Nachgang zu den diesjährigen Medientage München – mit überkommen gestriger Themenauswahl und müden Diskussionsrunden – in sein Weblog BuzzMachine schreibt:

I see companies resisting the new reality of the internet age by trying to preserve the old rules of their old industry. (…) If you are trying to protect old jobs in old structures of old companies in old industries, then you might see my vision of the future as a threat. But if you embrace change and innovation, then you will see opportunities to reimagine and remake journalism, to find new ways to gather and share news collaboratively, supported by new revenue, reaching profitability thanks to new efficiencies.

(…) I am running the New Business Models for News Project, envisioning a profitable future for news if regional newspapers covering cities die. Though national news brands—whether this publication or the Guardian or The New York Times—have a future, regional newspapers across America and Europe are in trouble and some will die. Yet I am confident that journalism in those cities will not die, because there is a market demand for news, which we believe the market can meet. We believe that news will emerge from ecosystems made up of many players—journalists, citizen journalists, citizen salespeople, volunteers, technologists—operating under different motives and means.

- Das Posting ist in deutscher Sprache veröffentlicht  in der Welt Online
unter dem Titel “Was die Zeitungsverlage von Google lernen können“.

Dabei ist es nicht nur die nachwachsende Generation jüngerer Konsumenten, welche von Anfang an Social Media für Austausch, Dialog – und Information verwendet und sowohl im Umgang mit mobilen Geräten als auch Web 2.0 Medienangeboten geübt ist. Besonders zur Aggregation von Infos und Meinungen aus Blogs, Microblogging, sozialen Netzwerken und Video-Plattformen werden immer neue und vielseitigere Tools bevorzugt. In dem Zusammenhang zitiert Gunnar Sohn in seinem Weblog Stefan Münker, ZDF-Redakteur für Kultur und Wissenschaft, zugleich Medienphilosoph an der Uni Basel, aus dessen “Emergenz digitaler Öffentlichkeiten. Die Sozialen Medien im Web 2.0“:

Es wird die traditionellen Massenmedien, zu denen heutige Jugendliche als künftige Erwachsene finden sollen, wenn die gegenwärtige Umbruchsituation vorbei ist, schlicht nicht mehr geben; zumindest nicht so, wie wir sie kennen.

Und tatsächlich: Allmählich entdecken Leser, Nutzer, Zuschauer aus technisch konservativeren Zielgruppen die Möglichkeiten des Web 2.0, obwohl sie doch bisher das Gros der Nutzer von Tageszeitungen, Angeboten des dialogarmen Web 1.0 und des Programm-Fernsehens bildeten.

Es beginnt also ein ganz neues Rennen um die Gunst der Medienkonsumente, deren Rolle sich in Zukunft weiter definieren wird. Dies kann von aktiver Dialog-Teilnahme, sei es auch nur im Microblogging-Bereich, über relevanten Content-Lieferanten in kollaborativen Netzwerken reichen – bis hin zu investigativen Citizen Journalists, mit profitablen Möglichkeiten am Nachrichten-Geschäft mitzuwirken.

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Nachrichten – aus Nutzerinhalten generiert?!

by iblicker on 13. November 2009

Ariana Huffington @Huffington Post: “News is not beer.

Redaktionell erstellte und bearbeitete Inhalte sind zweifellos ohne Alternative – glücklicherweise noch. Doch es scheint, als würden die Maßstäbe an die Produktion in Medien- und Verlagshäuser mancherorts mit neuer Eichung versehen werden. Der Druck auf die Medien, der sich aufgebaut hat und weiter massiv steigt, wird zwangsläufig zu Konsequenzen führen.

In diesem Zusammenhang keimt bei professionell aufgestellten Medien ein Trend, bei der eine Schlüsselkompetenz leicht unter die Räder geraten kann, nämlich der Anspruch an gute Informationen. Die Abgrenzung findet klar dort statt, wo die Inhalte den Kriterien von einwandfreiem Qualitätsjournalismus standhalten sollten. Dazu gehören besonders eine saubere Recherche, verlässliche Quellen und die üblichen Methoden zur Überprüfung des Informations- und Wahrheitsgehalts für eine Sicherung des Nachrichtenwertes.

Im Nachgang einer aufschlussreichen Podiumsdiskussion beim Monaco Media Forum 2009 (im Twitter Stream: #mmf09) mit Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender von Axel Springer, stellte Arianna Huffington, Gründerin und Chefredakteurin der ersten Internet-Zeitung Huffington Post, einmal mehr klar, dass simple Aggregation aus und Angebot von User-generated Content aus Blogs, YouTube-Videos, Twitter Streams  als Inhalt für Nachrichtenportale kaum als Grundlage tauge und keine Alternative für Medienhäuser darstelle. Schließlich seien Nachrichten kein Bier, welches gratis im Vorbeigehen mitgenommen und konsumiert werden könne, so Huffington im Interview. – Ihre ganze Stellungnahme im Video:

Quelle: @MontyMetzger

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Wie Thomas Knüwer auf seinem Blog Indiskretion Ehrensache berichtet, plant der Axel Springer Verlag laut Vorstandschef Mathias Döpfner einen Relaunch der Welt Kompakt. So schreibt Knüwer:

Sein Haus plane eine Zeitung mit Inhalten aus Twitter, Blogs und Facebook, ja, das Social Network sei gar Kooperationspartner. Bei einer kurzen Begegnung im Anschluss an das Panel erzählte Döpfner mir, es gehe dabei um einen “maßgeblichen Relaunch von ,Welt Kompakt’”, der in den “kommenden Wochen” umgesetzt werden soll.

Da stellt sich natürlich die Frage: Wird der Content einfach “geklaut”, oder werden die Urheber vor der Veröffentlichung gefragt und angemessen bezahlt?

Wie auch immer, bekanntlich gehört Döpfner zu den Unterzeichnern der unsäglichen Hamburger Erklärung (PDF):

Das Internet ist für den Journalismus eine große Chance. Aber nur, wenn die wirtschaftliche Basis auch in den digitalen Vertriebs- kanälen gesichert bleibt. Das ist derzeit nicht der Fall.

Zahlreiche Anbieter verwenden die Arbeit von Autoren, Verlagen und Sendern, ohne dafür zu bezahlen. Das bedroht auf die Dauer die Erstellung von Qualitäts-Inhalten und von unabhängigem Journalismus.

Wir treten deswegen entschieden dafür ein, den Schutz geistigen Eigentums im Internet weiter zu verbessern…

Das Problem: Die Erklärung bezieht sich auf digitale Inhalte, die über Crawler und RSS zu Suchmaschinen und Aggregatoren gelangen. Etwas, dass die Verlage selbst unterbinden können. Wenn aber Internet-Inhalte gedruckt werden, hat der Urheber keine Chance und bekommt noch nicht einmal Backlinks, also Traffic dafür.

Mittlerweile gibt es die Aussage von M. Döpfner auch auf Video. Sie ist ab ungefähr Minute 49:30 zu finden. Das Video stammt übrigens vom Youtube-Kanal des heutigen Monaco Media Forums. Es zeigt eine Diskussion zwischen Döpfner und Huffington-Post-Gründerin Arianna Huffington über Paid-Content versus Free-Content, modernen Journalismus und einiges mehr. Es beweist jedenfalls, wer das Internet verstanden hat und wer nicht. Sehr schön ist beispielsweise gegen Ende des Videos die Frage, ob Döpfner einen Blog habe.

Update: Auch lesenswert zu diesem Thema ist Golem.de: “Springer: Freier Zugang zu Informationen ist kommunistisch“.

Video nach dem Sprung:

[weiter…]

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